Bereits im April 1933 wies der Oberpräsident
der Rheinprovinz die Schulleiter an, dass in den
Schülerbüchereien "... nur solche Schulbücher im
Gebrauch bleiben, die mit dem Geist der nationalen
Erhebung in Einklang stehen und ihn zu verbreiten
geeignet sind".

Eine solche "Säuberung" der Schulbücherei
fand auch am Schloßgymnasium statt. Parallel
dazu wurden entsprechend einschlägige Werke
sowohl in die Lehrer- als auch in die Schülerbücherei aufgenommen.

Einflussnahme auf den Lehrkörper

Durch diverse Erlasse ab dem Jahre 1933 wurde von den Lehrern folgendes gefordert:
Die Rassenlehre sollte von den Lehrern in den Unterricht eingebunden werden, die Lehrer sollten sich freimachen
vom liberalistisch-demokratischen Geiste und die Jugend sollte im Sinne Hitlers zur Hingabe und Dienstbereitschaft
am Volke erzogen werden. Außerdem sollte der Unterricht auf die Hauptgedanken der nationalsozialistischen Welt-
anschauung umgestellt werden, wobei besonders folgende Werte vermittelt werden sollten: Rassische Verpflichtung, Stolz auf das Deutschtum, heroische Lebensauffassung, Wehrgedanke und das Auslandsdeutschtum.

Aufruf an die Lehrer

Ab dem Jahre 1934 mussten die Lehrer ihren Diensteid auf den Führer leisten.
Der genaue Wortlaut war folgender:

"Ich schwöre: Ich werde dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes,
Adolf Hitler, treu und gehorsam sein, die Gesetze beachten und meine
Amtspflichten gewissenhaft erfüllen, so wahr mir Gott helfe."

Im Jahre 1935 wurde der Philologenverband ausgeschaltet und durch
den Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) ersetzt. Besonders ab
1936 fällt ein immer größer werdendes Bemühen auf, die wehrpolitische
und wehrgeistige Erziehung der Schüler zu forcieren. Ab dem Jahre 1938
musste das Lehrerkollegium den "Völkischen Beobachter" abonnieren.
Ebenso mussten die Schulleiter darauf achten, dass die nationalsozialistisch geprägte Fachzeitschrift "Der Deutsche Erzieher" von allen Lehrern gelesen wurde.


 

Die Gleichschaltung, also die Einflussnahme der nationalsozialistischen Machthaber auf alle Bereiche des staatlichen und sozialen Lebens, machte sich natürlich auch an den Schulen bemerkbar.

Ab 1936 musste das Bild des Führers in jedem Klassenraum
hängen. Auch die Abiturprüfungsaufgaben spiegelten das nationalsozialistische Wertesystem und die entsprechenden
politischen Zielsetzungen wider.
Beim Antrag zur Zulassung zum Abitur musste eine Erklärung unterschrieben werden die beinhaltete, dass der Schüler national eingestellt ist und sich für die nationalsozialistische Staatsauffassung einsetzen wird.

 

Veränderung der Unterrichtsinhalte